© 2015 by Interessengemeinschaft "Bellerivestrasse für alle"

PRESSEMITTEILUNG

PRO VELO

Zürich, 29. Juni 2017 

 

Sanierung Bellerivestrasse – eine verpasste Chance

Pro Velo Kanton Zürich ist enttäuscht über die Absicht der Stadt, bei der bevorstehenden Sanierung der Bellerivestrasse den Verkehr ungehindert rollen zu lassen und dafür gleich reihenweise Bäume zu opfern. Die Sanierung ist die perfekte Chance, alternative und quartierverträgliche Verkehrsführungen zu prüfen und deren Auswirkungen zu untersuchen. 
Solche alternativen Lösungen würden nicht zuletzt einen Befreiungsschlag für die verkorkste Planung der Veloroute um das Seebecken bedeuten. Diese Komfort- und Hauptroute sollte gemäss Masterplan Velo ein Leuchtturmprojekt der Zürcher Veloförderung sein. Beim derzeitigen Stand der Veloplanung entlang der Bellerivestrasse dürfte es höchstens für eine "schwache Funzel" reichen. Die Veloroute soll nämlich regelmässig auf ein absolutes Minimum verengt werden, wodurch Konflikte zwischen schnellen und langsamen Velofahrenden sowie Zufussgehenden vorprogrammiert sind.

Insbesondere schnelle Velofahrende – von denen es dank E-Bikes immer mehr gibt – gehören auf die Strasse, nicht in die Flanierzone am See. Deshalb fordert Pro Velo Velostreifen für Velopendler und andere Schnellfahrer auf der Bellerivestrasse, während die, die es gemütlich nehmen wollen, weiterhin zwischen den Bäumen am See pedalen sollen. Diese Lösung wird auch vom Quartierverein Riesbach und von AnwohnerInnen bevorzugt.

Weiter ist anzufügen, dass das befürchtete Chaos infolge der Sperrung von Spuren für den Motorfahrzeugverkehr wohl ausbleiben dürfte. Das zeigte sich schon während der Sperrung des Schöneichtunnels im Jahr 2001. 

 

Pro Velo Kanton Zürich, 

Dave Durner, Geschäftsführer, Kornhausstrasse 20, 8006 Zürich

044 440 23 32

Besser ankommen – www.provelozuerich.ch